Loverboy-Methode: Amalie und Stadt Mannheim laden ein

- 12.10.2026 - 

Informationsabend am 20. Oktober im Karl-Friedrich-Gymnasium informiert über die Gefahren der Loverboy-Methode

Sie versprechen Liebe, Aufmerksamkeit und eine gemeinsame Zukunft – und machen junge Menschen dabei emotional abhängig: mit der sogenannten Loverboy-Methode locken Zuhälter junge Menschen unter falschen Versprechungen gezielt in die Prostitution. Amalie, die Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution der Diakonie, lädt gemeinsam mit der Abteilung Gleichstellung der Stadt Mannheim am Dienstag, 20. Oktober 2026, um 19 Uhr zu einem Informationsabend ins Karl-Friedrich-Gymnasium (Aula, Roonstraße 4–6, 68165 Mannheim) ein. Der Abend richtet sich besonders an Eltern, Lehrkräfte sowie Fachkräfte aus Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Loverboy-Methode funktioniert und welche Warnsignale es gibt.

 
Warnsignale erkennen und Gefahren einschätzen
 
Durch Manipulation bauen Loverboys gezielt eine Abhängigkeit auf. Sie geben sich etwa als liebevolle Partner aus, machen Geschenke und versprechen eine gemeinsame Zukunft. Schritt für Schritt kontrollieren sie ihre Opfer und drängen sie in die Prostitution. Gerade für Eltern und Fachkräfte ist es deshalb wichtig, aufmerksam zu sein.
Zu Gast ist auch die Journalistin und Buchautorin Barbara Schmid. Gemeinsam mit Katharina, die mit 17 Jahren von ihrem Loverboy zwangsprostituiert wurde, hat sie deren authentische Geschichte aufgeschrieben. Aus „Schneewittchen und der böse König“ wird Frau Schmid an diesem Abend lesen.
Der Informationsabend am 20. Oktober bildet den Auftakt für weitere Veranstaltungen. In den darauffolgenden Tagen wird die Autorin in Begleitung von Amalie an Mannheimer Schulen Lesungen halten, mit Jugendlichen über die Loverboy-Methode sprechen und für Gefahren und Manipulationsstrategien sensibilisieren.
 
Amalie: Beratung und Unterstützung
 
Amalie berät seit 2013 Frauen in der Prostitution, unterstützt und begleitet beim Ausstieg. Die Fachberatungsstelle arbeitet dabei auch präventiv und informiert über Gefahren und Ausbeutungsstrukturen.
 
Für Medienvertreterinnen und -vertreter:

Die Veranstalterinnen und Barbara Schmid stehen am Abend für Gespräche und Interviews zur Verfügung. Auch eine Berichterstattung über die anschließenden Veranstaltungen an Mannheimer Schulen ist möglich. Bei Interesse bitten wir um vorherige Kontaktaufnahme.