Große Solidarität trotz Hitze
- 29.06.2026 -
5.500 Euro Spenden auf dem Paradeplatz – prominente Unterstützung durch Oberbürgermeister Christian Specht
Temperaturen weit über 30 Grad hielten die Unterstützerinnen und Unterstützer der neunten Handtaschen-Charity-Aktion zugunsten der Mannheimer Beratungsstelle Amalie nicht davon ab, auf den Paradeplatz zu kommen. Bereits am Vormittag herrschte reger Betrieb an den Ständen. Aus Rücksicht auf die Gesundheit der zahlreichen Ehrenamtlichen musste die Aktion jedoch bereits um 16 Uhr beendet werden. Dennoch kamen 5.500 Euro für die Ausstiegsarbeit von Amalie zusammen. Mehr als 3.000 Taschen waren im Vorfeld gespendet worden – von Alltagstaschen über Schulranzen bis hin zu Designerstücken. Viele Spenden waren mit persönlichen Geschichten verbunden. So übergab eine Mannheimerin die Handtasche, die sie 1967 zu ihrer standesamtlichen Hochzeit getragen hatte. „Für Amalie, für die Frauen – ich brauche die Tasche nicht mehr, aber die Geschichte soll weiterleben“, sagte sie bei der Übergabe.
Beeindruckende Unterstützung aus der Stadtgesellschaft
Auch Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht sowie mehrere Stadträtinnen unterstützten die Aktion persönlich am Verkaufsstand. „Wir freuen uns sehr über die große Solidarität, die wir an diesem Tag erlebt haben“, sagt Astrid Fehrenbach, Leiterin der Beratungsstelle Amalie. „Trotz der außergewöhnlichen Hitze haben so viele Menschen für Taschen gespendet oder mitgeholfen. Dieses Engagement bedeutet den Frauen, die wir begleiten, sehr viel.“
Mehr als 45 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagierten sich am Aktionstag. Über 200 Spenderinnen und Spender brachten ihre Taschen zuvor zu den Sammelstellen in Mannheim und Schwetzingen. Mitinitiatorin Ute Münch von „Frauen im Quadrat“ sagt: „Natürlich hätten wir die Aktion gerne länger durchgeführt. Umso mehr freuen wir uns über das tolle Ergebnis unter diesen Bedingungen. Vor allem zeigt die große Beteiligung, wie viele Menschen die Arbeit von Amalie unterstützen und auf die Situation der Frauen aufmerksam machen möchten.“
Ein sichtbares Zeichen für Frauen in Not
Auch Anne Ressel, stellvertretende Dekanin, unterstützte den Verkauf. „Mit der Aktion machen wir auf die wichtige Arbeit von Amalie aufmerksam. Jede Tasche und jede Spende trägt dazu bei, Frauen neue Perspektiven zu eröffnen.“ Michael Graf, Direktor des Diakonischen Werks Mannheim, ergänzt: „Die Handtaschenaktion ist längst zu einem festen Zeichen der Solidarität in Mannheim geworden. Sie verbindet praktische Hilfe mit öffentlicher Aufmerksamkeit für Frauen, die häufig unter schwierigsten Bedingungen leben.“
Amalie – Beratung und Ausstiegshilfe seit 2013
Die Beratungsstelle Amalie des Diakonischen Werks Mannheim berät seit 2013 Frauen, die in der Prostitution tätig sind, und begleitet sie beim Ausstieg. Viele der Ratsuchenden leben in prekären Lebenslagen. Das Angebot umfasst psychosoziale Beratung, medizinische Grundversorgung, Begleitung sowie konkrete Ausstiegshilfen. Die Arbeit wird von der Stadt Mannheim, dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, dem Europäischen Sozialfonds sowie dem Diakonischen Werk Mannheim finanziert. Weitere Informationen:
www.amalie-mannheim.de, www.diakonie-mannheim.de (JeLa)
www.amalie-mannheim.de, www.diakonie-mannheim.de (JeLa)
Foto: Lammer/DW: (v.l.n.r.) Christian Specht, Lena Dunio-Özkan, Astrid Fehrenbach, Michael Graf, Christian Hötting und Ute Münch.
