Diakonie Mannheim beim ersten Social Pitch Garden:
- 25.06.2026 -
Innovative Projekte für ein sozialeres Mannheim
Beim ersten „Social Pitch Garden“ hat das Diakonische Werk Mannheim gleich zwei innovative Projekte vorgestellt. Unter dem Motto „Wenn Wohlfahrt auf soziale Innovation trifft“ hatten das Social Economy Cluster und der AWO Kreisverband Mannheim in den Zentralen Mannheimer Lehrgarten eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, soziale Ideen und innovative Geschäftsmodelle in kurzen Pitches vorzustellen, zu diskutieren und weiterzuentwickeln.
Geschützter Ort für Familien in Zeiten der Trauer
Auf Initiative der Friedhöfe Mannheim soll in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendhospizdienst CLARA sowie dem Mannheimer Unternehmen Vision Domes die Kindergrabanlage auf dem Hauptfriedhof zu einem warmen, einladenden und kindgerechten Ort umgestaltet werden. Herzstück des Projekts ist eine geodätische Kuppel aus nachhaltigen Materialien – ein geschützter Raum für Trauer, Erinnerung und Begegnung. Aus der täglichen Begleitung betroffener Familien weiß CLARA, wie wichtig die Gestaltung eines Grabortes für das Erleben von Trauer, Trost und Erinnerung ist – insbesondere für Geschwisterkinder.
„Mit der geplanten Umgestaltung der Kindergrabanlage möchten wir einen geschützten Raum schaffen, der Trost spendet, Begegnung ermöglicht und zeigt: Ihr seid mit eurer Trauer nicht allein“, sagt Josefine Lammer, Leiterin des Kinder- und Jugendhospizdienstes CLARA.
Creators Lab: Digitale Teilhabe für Kinder und Jugendliche
Mit dem „Creators Lab“ präsentierte der Jugendtreff Luzenberg einen offenen Kreativ- und Lernraum für Kinder und Jugendliche im Stadtteil. Das Angebot verbindet digitale und analoge Welten und reicht von Künstlicher Intelligenz, Robotik und Stop-Motion-Film über Fotografie und Social Media bis hin zu kreativen Bau- und Technikprojekten. Ergänzt durch Gaming und Musik entsteht ein niedrigschwelliger Lernort, an dem junge Menschen Zukunftskompetenzen erwerben, Selbstwirksamkeit erfahren und gesellschaftliche Teilhabe erleben können.
„In einer zunehmend digitalisierten Welt werden Medienkompetenz und technisches Verständnis immer stärker vorausgesetzt. Gleichzeitig haben noch immer nicht alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Zugänge und Möglichkeiten. Das führt zu Ausgrenzung und fehlender Teilhabe. Mit dem Creators Lab wollen wir junge Menschen dabei unterstützen, digitale Medien nicht nur zu konsumieren, sondern aktiv und kreativ zu gestalten“, sagen David Wieschalla und Erik Schrein vom Jugendtreff Luzenberg.
Das als sechsmonatiges Pilotprojekt konzipierte Angebot kann flexibel und modular genutzt werden. Die Jury zeigte sich von der Idee überzeugt und hob insbesondere die Verbindung von digitaler Bildung, Kreativität und zeitgemäßer Jugendarbeit hervor.
Soziale Innovation gemeinsam gestalten
Mit beiden Projekten unterstreicht das Diakonische Werk Mannheim seinen Anspruch, soziale Arbeit weiterzudenken und neue Formen der Zusammenarbeit mit Sozialunternehmen, Initiativen und innovativen Partnern zu entwickeln.
Der Social Pitch Garden bot den Projektteams die Möglichkeit, ihre Ideen vor Fachleuten aus Wohlfahrt, Sozialwirtschaft und Zivilgesellschaft zu präsentieren, wertvolles Feedback einzuholen und mögliche nächste Schritte für die Umsetzung zu diskutieren.
„Die Jury ist ein Resonanzkörper. Sie gibt Impulse, stellt kritische Fragen und hilft dabei, gute Ideen weiterzuentwickeln“, sagte Matthias Henel vom Clustermanagement.
Zur Jury gehörten Philip Gerber (Mannheimer Drogenverein), Michael Graf (Diakonisches Werk Mannheim), Christian Röser (Starkmacher e. V.) sowie Madina Vanella (WOT – Work Opportunities Trainings). (JeLa)
Foto DW/Lammer: (v.l.n.r.) Josefine Lammer, Philipp Jungk (Visions Domes) und Alexander Koslov (Friedhöfe Mannheim) bei Social Pitch Garden.
