Rekorderlös bei Charity-Aktion zugunsten von Amalie

- 07.07.2025 - 

Fast 10.000 Euro Spenden auf dem Paradeplatz – prominente Unterstützung durch Bürgermeister Riehle

Clutches, Shopper, Abendtaschen: Bei der achten „Handtaschen-Charity-Aktion“ zugunsten der Ausstiegsarbeit der Mannheimer Beratungsstelle Amalie war der Andrang erneut groß. Bereits am Vormittag, vor dem offiziellen Start, stöberten zahlreiche Menschen an den Ständen auf dem Paradeplatz – mit sichtlicher Begeisterung. Und das mit gutem Grund: Rund 9.800 Euro kamen in diesem Jahr für den guten Zweck zusammen – ein neuer Rekord. Im vergangenen Jahr waren es 8.000 Euro. Angeboten wurden Taschen ab 5 Euro, Designerstücke ab 25 Euro Spende. Die Resonanz war überwältigend: Über 4.000 Taschen wurden im Vorfeld gespendet – viele von engagierten Bürgerinnen wie einer Dame aus Heddesheim, die gleich rund 100 Taschen in ihrem Umfeld sammelte. „Für Amalie, für die Frauen – das ist doch selbstverständlich“, sagte sie beim Spenden. 

 
 
Prominente Unterstützung am Handtaschenstand

Auch Mannheims Bürgermeister Thorsten Riehle und einige Stadträtinnen war am Stand aktiv und boten Taschen an. „Wir sind überwältigt von der großen Unterstützung, die direkt aus der Mitte der Gesellschaft kommt“, sagt Astrid Fehrenbach, Leiterin der Beratungsstelle Amalie. „Die Aktion hat inzwischen Strahlkraft über Mannheim hinaus entwickelt.“ Mehr als 45 Helferinnen und Helfer engagierten sich direkt vor Ort, über 200 Spenderinnen brachten ihre Taschen zu den Sammelstellen in Mannheim und Schwetzingen. Mitinitiatorin Ute Münch von „Frauen im Quadrat“ (ehemals Deutscher Frauenring e.V.) betont: „Es macht uns stolz, dass wir durch die Aktion sowohl finanzielle Mittel als auch Aufmerksamkeit für die Situation der Frauen gewinnen. Diese Frauen brauchen unsere Solidarität.“
 
Ein Zeichen für Frauenrechte und neue Perspektiven

Auch Dekan Ralph Hartmann unterstützte den Stand: „Mit dieser Aktion machen wir auf Amalie und das Thema aufmerksam. Es ist gut, dass es sie gibt.“ Michael Graf, Direktor des Diakonischen Werks Mannheim, ergänzt: „Dass diese Aktion mitten auf dem Paradeplatz stattfindet, ist ein starkes Zeichen. Viele Frauen in der Prostitution leben in prekären Verhältnissen, wissen oft nicht, in welcher Stadt sie sind oder wie sie durch den Alltag kommen. Amalie hilft – konkret, niedrigschwellig und verlässlich.“
 
Amalie - seit 2013 Beratung für Frauen in der Prostitution
 
Die Beratungsstelle Amalie des Diakonischen Werks Mannheim berät seit 2013 Frauen, die in der Prostitution tätig sind und unterstützt und begleitet beim Ausstieg. Viele der Frauen befinden sich in prekären Armutssituationen. Amalie bietet psychosoziale Beratung, Begleitung, medizinische Grundversorgung und Ausstiegshilfen an. Die Arbeit wird finanziert durch die Stadt Mannheim, das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, den Europäischen Sozialfonds und das Diakonische Werk. Weitere Infos unter www.amalie-mannheim.de und www.diakonie-mannheim.de (JeLa)